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Covid Reinfektion - Post Covid Status November 2023



Verf***** Sch**** das darf ja nicht wahr sein! Da hab ich mich Ende September extra noch mit dem neuesten angepassten Impfstoff immunisieren lassen. Damit ich für meine Rückkehr ins Arbeitsleben im November Sicherheit und Schutz habe. Denkste! F*** Corona, wirklich!! So das musste jetzt mal raus. Weil es unauthentisch wäre, diesen Blogbeitrag nur in der Sprache der Akzeptanz und Ruhe zu schreiben. Momentan schwankt mein Gemütszustand irgendwo zwischen Unsicherheit, Paranoia und Hoffnung. Aber mal langsam. Zurück zu einer möglichst sachlichen Berichterstattung...


Wo ich mich angesteckt habe, ist unklar und mir eigentlich auch egal. Tatsache ist, dass letzten Donnerstag ziemlich starke Verkühlungssymptome bei mir aufgetreten sind. Die haben mich in Kombination mit der medialen Berichterstattung über anrollende Corona-Wellen gleich misstrauisch gemacht. Also Antigen-Test go. Und die Flüssigkeit hatte gerade mal den Indikatorstreifen erreicht und das Positiv-Stricherl sprang mir entgegen. Es ist wirklich schwierig in Worte zu fassen, was für eine Gedanken- und Emotionslawine in diesem Moment in mir losbrach.


Verdammt die Rückfallwahrscheinlichkeit! - fataler Gesichtsausdruck von Prof. Hoffmann, als sie über Reinfektion bei Postcovid sprach! - Panik! - Probemonat im neuen Job! - Krankenstand im Probemonat! - Sofort Fatiguegefühl skalieren! - Schnell Paxlovid besorgen! - Neue Hausarztpraxis, die kennen mich nicht und mit postviraler Erschöpfung kennen sie sich schon gar nicht aus! - Facebookgruppen nach Erfahrungsberichten recherchieren! - Paxlovid Studien bei Postcovid recherchieren! - Ich bin wieder in der alleinigen Verantwortung für meine medizinische Versorgung! - Bitte lass das Ganze nicht wieder von vorne beginnen!


Ich bin jetzt in Tag 5 der Reinfektion und mein Resümee ist bis jetzt vorsichtig optimistisch. Die Gründe dafür sind:

  • ich konnte mir (nach einiger Überzeugungsarbeit) ehestmöglich Paxlovid verschreiben lassen

  • Paxlovid hat rasch und nahezu nebenwirkungsfrei gegen die Corona-Infektion gewirkt

  • nachdem die Atemwegsinfektion abgeklungen ist, wird auch das Matschsein langsam leichter

  • bei dieser Corona-Infektion war von Anfang an keine schwere Fatigue dabei

  • ich betreibe Hardcore-pacing, meditiere viel und greife auf all die kleinen Mittelchen zurück, die mir schon geholfen haben

Aktuell am Herausfordernsten ist meine Psyche. Ich befinde mich seit fast einer Woche in räumlicher Isolation. Abgesehen davon, dass die Reinfektion ein Trigger ist, triggert mich das Herumliegen in einem Raum auch nochmal ziemlich. Dann diese Ungewissheit. Ich habe Vertrauen in meinen Körper. Es spricht wirklich viel dafür, dass ich ohne groben Rückschläge aus der Situation rauskomme. Aber diese fiese hinterhältige postvirale Erschöpfung hat mich schon mehrmals in Sicherheit gewogen und dann zeitverzögert zugeschlagen.


Wann kann ich Vertrauen und Freude darüber, dass ich auch die Reinfektion halbwegs unbeschadet überstanden habe, wieder zulassen? Ich mag mir diese Fragen einfach nicht mehr stellen müssen. Ich mag mich nicht wieder bei jeder Tätigkeit fragen müssen, ob mein Körper das gerade bewältigt. Ich möchte vor allem gerne wieder voll ins Arbeitsleben einsteigen. Ich habe so einen coolen neuen Job und es tut mir gut, wieder einen Wochenrhythmus zu haben. Ich möchte das nicht verlieren! Ich möchte meine Gedankenwelt eigentlich auch gerade wieder mehr in Richtung Unbeschwertheit führen - neben Sport einer der zentralen Punkte, der mir vor der Reinfektion noch gefehlt hat, um mich als gesund zu bezeichnen.


Nach der Reinfektion ist jetzt erstmal das Gegenteil angesagt. Alles genau nachspüren. Bloß vorsichtig sein und nicht übertreiben. Alle körperlichen Reaktionen genau überwachen. Erleichterung wird nur die Zeit bringen. Wenn der Vertrauensvorschuss sich bewahrheitet hat, den ich meinem Körper nach allem, was er bisher schon bewältigt hat, entgegenbringe. Und ich in einigen Wochen weiß, dass ich auf dem guten und soliden Gesundheitslevel weitermachen kann, auf dem ich mich vor meiner Re-Infektion befunden habe...


496 Ansichten2 Kommentare

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2 comentarios


stefan.aschinger
06 dic 2023

War bei mir genauso vor 3 Wochen. nach 3 Tagen Paxlovid gings mir wieder gut und negativ. Gefühlt sogar noch besser als vor der Infektion. Irgendwie als würde das Paxlovid auch die alten übriggebliebenen Fatique Geister eliminieren. Leider hatte ich am 7 Tag einen sogenannten Paxlovid Rebound. d.h. Symthome (Nase/Hals) wieder da und wieder positiv. Habs dann ausgesessen. Jetzt Tag 17 nach Infektion bin ich gerade in der Long Covid Phase. Abgeschlagen und müde allerdings Tendenz verbessert sich. Auch kein PEM diesmal. Mach wieder Histermin/Gluten/Laktose Kur. Das scheint zu helfen.

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heidiluger
heidiluger
11 dic 2023
Contestando a

Danke für deine Nachricht Stefan! Ich hab das Paxlovid gleich 10 Tage genommen, weil ich schon von diesem Rebound-Effekt gehört hatte und kein Risiko eingehen wollte. Bis jetzt - Klopf auf Holz - gehts mir ganz gut und ich hoffe wirklich, dass es so bleibt. Ich wünsche dir, dass es weiterhin bergauf geht und du die Reinfektion halbwegs unbeschadet hinter dir lassen kannst!

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